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Nordfrieslandlexikon
Wiedingharder Alter Koog

Wiedingharder Alter Koog (wied.: Wiringhiirder Uuile Kuuch). Die über 5.135 Hektar große ehemalige Marschinsel der Wiedingharde muss treffender als große Hallig gesehen werden. Sie war der nur wenige Meter aus dem Wattenmeer herausragender Rest einer abgesunkenen, ehemals durchgehenden Landfläche von der Geest bis zu den heutigen Außensänden. Neben dem Absacken der Landschaft wegen großflächig angelegter Salzgewinnung kam im Mittelalter ein spürbar steigender Meeresspiegel hinzu, um große Teile des Gebiets dauerhaft zu überfluten. Die Menschen südlich der Wiedau mussten all ihre Kraft aufbieten, um ihre in Bedrängnis geratene Harde zu retten. Dabei reichte die 1465 durchgeführte Erhöhung ihres ein bis anderthalb Meter hohen, rund 31 Kilometer langen „Goldenen Ringes“ für die nächsten hundert Jahre aus, bis durch die Bedeichung des Gotteskoogs die Verbindung zum Hinterland hergestellt war.

Kunz/Panten 1999.