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Nordfrieslandlexikon
Rummelpottlaufen

Rummelpottlaufen ist ein im gesamten niederdeutschen Sprachraum heimischer Volksbrauch, bei dem der Rummelpott als Lärminstrument eingesetzt wird. Die geschichtlichen Ursprünge liegen im Dunkel, sind aber vermutlich in Riten zur Geisteraustreibung zu suchen. Die Umzüge veranstalteten meist männliche Jugendliche in den zwölf Nächten zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag.

Auf dem Festland in Nordfriesland hat sich dieser Brauch noch an Silvester erhalten. Hauptsächlich verkleidete Kinder laufen von Tür zu Tür, singen plattdeutsche Lieder und erhoffen sich Gaben in Form von Leckereien oder auch Geld.

Mensing 1933, Ramge 1997.