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Nordfrieslandlexikon
Roter Haubarg

Roter Haubarg Das Gulfhaus im Adolfskoog bei Witzwort ist der wohl bekannteste Haubarg in Eiderstedt. Die Bezeichnung geht auf einen Vorgängerbau mit rotem Pfannendach zurück. Der mächtige Ständerbau stammt aus dem 16./17. Jahrhundert und gehörte zum herzoglichen Besitz. Zeitweise befand er sich in privater Hand, 1859 wurde er Bestandteil des „Asmussen-Woldsenschen Vermächtnisses für die Stadt Husum“. 1983 übernahm die Stiftung Nordfriesland den Haubarg in Erbpacht. Seit 1986 beherbergt er einen Gastronomiebetrieb und ein kleines landwirtschaftliches Museum. Die Vertäfelung von 1780 stammt aus dem Pesel des ehemaligen Kleihofs bei Sankt Peter-Ording.

Laut einer Sage wurde das Bauwerk in einer einzigen Nacht durch den Teufel erschaffen. War der Haubarg vor dem ersten Hahnenschrei fertiggestellt, dann sollte der Teufel die Seele des jungen Bauern erhalten. Rettung brachte die Brautmutter, die den Hahn weckte und krähen ließ, bevor das letzte Fenster eingesetzt war.

Panten/Porada/Steensen 2013.