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Nordfrieslandlexikon
Petersen, Klaus

Petersen, Klaus * 17.2.1922 Berlin, † 22.12.2013 Ostenfeld, Landrat. Petersen verbrachte als Junge oftmals die Ferien in Enge und Wester-Bargum, der Heimat seiner Eltern, die nach dem Ersten Weltkrieg nach Berlin gezogen waren. Er studierte Jura in Kiel und absolvierte ab 1950 seine Referendarszeit vorwiegend an Gerichten im Landesteil Schleswig. Seine 1955 eingereichte Doktorarbeit „Zur Rechtsgeschichte Nordfrieslands, insbesondere der Bökingharde und der Vierharden“ wurde 1976 im Verlag Nordfriisk Instituut veröffentlicht. 1962 wurde er als Bewerber der CDU zum Landrat des Kreises Südtondern gewählt. Geleitet von dem Gedanken, die Nordfriesen zu einer politischen Einheit zusammenzuführen, befürwortete er die Bildung des Kreises Nordfriesland, dessen erster Landrat er 1970 mit klarer Mehrheit wurde. Petersen erlernte die friesische Sprache in einer Zeit, als die kleine Sprache keinesfalls hoch im Kurs stand, und setzte damit ein friesisches Signal. 24 Jahre lang wirkte er als Landrat. Er wurde mehrfach ausgezeichnet. 1988 ernannte ihn die dänische Königin für seine Verdienste um die deutsch-dänische Verständigung und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum „Ritter des Dannebrog-Ordens“. 1988–97 war er Vorsitzender des Nordfriesischen Vereins, Vorstandsmitglied des Vereins Nordfriesisches Institut und Vorsitzender des Friesenrats.

Steensen 2007e u. 2014c.