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Nordfrieslandlexikon
Ockholmer Koog

Ockholmer Koog (frasch: Hoolmer Kuuch) Mit der Bedeichung des Ockholmer Kooges 1515 verlor die Hallig Ockholm ihr Inseldasein. Bei der Sturmflut von 1634 wurde der westliche Seedeich fast vollkommen zerstört. Erst 1641 konnte unter König Christian IV. (1577–1648) ein großer Teil des Kooges wieder bedeicht werden. Dabei wurde die Deichlinie verkürzt. Der neue Koog mit einer Fläche von rund 1.130 Hektar ragte deutlich nach Westen ins Wattenmeer hinaus, ein Teil seines rund 9,5 Kilometer langen Deiches blieb sogar bis 1991 Landesschutzdeich. Nach einer weiteren Vordeichung zum Zwecke des Küstenschutzes erhielt der Koog 1962 ein Speicherbecken von etwa 78 Hektar Größe. Die Grundlagen für die Landwirtschaft wurden durch eine Flurbereinigung in den 1970er-Jahren verbessert. Bis dahin hatten das schlechte Wegenetz, viel zu kleine Parzellen und eine mangelhafte Entwässerung eine lohnende Betriebsführung behindert. 1990 wurden südlich des Hauke-Haien-Koogs und angrenzend an Ockholm weitere 55 Hektar eingedeicht, um für die dahinter liegenden Flächen einen Schutz vor Überschwemmungen zu schaffen. In dieser Ockholmer Vordeichung kann sich das Regenwasser sammeln.

Kunz/Panten 1999.