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Nordfrieslandlexikon
Maasbüller Herrenkoog

Maasbüller Herrenkoog (frasch: Moosblinger Hiirnekuuch) Die verheerende Sturmflut von 1634 hatte auch den Waygaarder Seedeich zerstört und sämtliche zurückliegenden Köge überschwemmt. Da an eine erfolgreiche Reparatur dieses Deiches nicht mehr zu denken war, wurde 1641 von Maasbüll durch das Ringtief der gut drei Kilometer lange „Moordeich“ nach Fahretoft gezogen. Den dadurch entstandenen etwa 1.400 Hektar großen Koog bezeichnete man nach seinem größten Landeigner, dem Herzog von Gottorf, als Herrenkoog. Sein südlicher, höher gelegener Teil, der vorwiegend den Fahretofter Anteil umfasste, wurde später unter dem Namen „Bottschlotter Koog“, dann „Fahretoft-Bottschlotter Koog“, abgetrennt. Als Speicherbecken dient der Bottschlotter See. Erst 1934 und nach der Erbauung eines Schöpfwerkes konnte mit einer planmäßigen Besiedlung des Kooges begonnen werden. Neben sehr guten Erträgen beim Ackerbau eignet sich das Land auch hervorragend zur Schweinemast.

Chronikgemeinschaft 1985, Hjuler 1960, Petersen 1960, Traulsen 1960, Wanner 1960.