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Nordfrieslandlexikon
Karrharder Alter Koog

Karrharder Alter Koog (fries.: Kårhiirder Uule Kuuch) Der gut 1.260 Hektar große Koog ist Ergebnis eines großen spätmittelalterlichen Bedeichungsprojektes im Norden Nordfrieslands. Über knapp 20 Kilometer wurde 1553–56 von der Geest bei Hoyer über Ruttebüll und Grippenfeld, wo die Wiedau abgedämmt werden musste, bis an die Geest bei Grellsbüll in einem Zug ein Deich gebaut. Er sollte vor allem die Stadt Tondern und die angrenzenden Harden schützen. Der größte Teil des eingedeichten Gebiets liegt heute in Dänemark. Im deutschen Teil, der von einem rund drei Kilometer langen Deichteilstück geschützt wurde, nennt man den Koog auch nach den angrenzenden Ortschaften „Struxbüller“ oder „Lügumer“ (Süderlügum) Koog.

Kunz/Panten 1999.