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Nordfrieslandlexikon
Eider, K. v. d.

Eider, K. v. d. (alias Käthe oder Kurt von der Eider) * 28.1.1867 Koldenbüttel, † 19.10.1941 Berlin, Schriftstellerin. Katharine Fedders, Tochter des Kirchspielkrügers Peter Fedders aus Koldenbüttel, heiratete 1891 den Kaufmann Otto Hermann Max Saling aus Magdeburg. Die Ehe wurde nach 18 Jahren geschieden, danach führte Katharine den Haushalt ihrer Tochter Annemarie in Berlin. Auffallend ist, dass der Zeitpunkt ihrer Scheidung mit dem Erscheinen ihrer Bücher „Kihrwedder“ (1906), „Meerumschlungen“ (1908), „Antje Möller“ (1911) und „Madame Engel“ (1912) zusammenfällt. Denkbar ist, so vermutet der Soziologe Arno Bammé (* 1944), dass der Erfolg seiner Frau den Ehemann verunsicherte oder dass die Frau, nun ökonomisch unabhängiger, selbstbewusster auftreten konnte. In den Erzählungen steht immer unverkennbar Koldenbüttel im Zentrum. K. v. d. Eider beschrieb landschaftliche Sitten und Gebräuche, das soziale Gefälle zwischen Großbauern und „kleinen Leuten“, die Unterschiede zwischen Marsch und Geest, das Verhältnis der Geschlechter zueinander und die Lebens- und Berufsperspektiven der Menschen damals. Für ihre Umwelt war vieles offensichtlich nur schwer zu ertragen, Teile der Auflage von „Kihrwedder“ z. B. wurden heimlich aufgekauft und vernichtet. Die Romane wurden in den 1990er-Jahren vom Verlag Jan Dau in Koldenbüttel neu herausgebracht.

K. v. d. Eider 1985, 1994, 1997, 1998.