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Nordfrieslandlexikon
Adolfskoog

Adolfskoog Der nördlich von Uelvesbüll in Eiderstedt liegende, gut 430 Hektar große Koog wurde 1579 benannt nach Herzog Adolf von Gottorf (1526–1586), dem Auftraggeber der Bedeichung. Der neue, etwa 4,2 Kilometer lange Deich musste errichtet werden, weil durch die Entstehung des Obbenskoogs die Bucht zwischen Uelvesbüll und Simonsberg verengt worden war und durch den nun stärkeren Wasserdruck die Deiche dieser Gemeinden stark bedroht wurden. Da nur bedingt geeignetes, sandiges Material verwendet werden konnte und der Deich weitgehend ohne schützendes Vorland war, hielt er dem Meeresangriff auf Dauer nicht Stand und musste um 1600 zum Stackdeich ausgebaut werden. Etwa hundert Jahre später entstanden im südlichen Teil des Kooges der „Leutnantshof“ und im östlichen Teil der Rote Haubarg mit Museum und Gaststätte.

F. Johannsen 1979, Kunz/Panten 1999, Panten/Porada/Steensen 2013.