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Nordfrieslandlexikon
Kleiseerkoog

Kleiseerkoog (fries.: Kloisiiekuuch) Die größte Herausforderung bei der Gewinnung dieses Kooges zwischen Niebüll und Dagebüll war die Abdämmung des Kleiseer Tiefs von rund 130 Meter Breite und bis zu acht Meter Tiefe. 1727 konnte mit einem 3,5 Kilometer langen Deich ein Koog mit einer Fläche von etwa 1.280 Hektar vor dem Meereseinfluss gesichert werden. Die Nutzung der Ländereien war noch lange Zeit sehr beeinträchtigt, weil das Binnenwasser nicht abgeleitet werden konnte. Große Teile des Kooges standen vorwiegend im Herbst unter Wasser, und es kam häufiger vor, dass die Rüben mit dem Boot geerntet werden mussten. Erst 1953 nach dem Bau eines Schöpfwerkes und 1960 nach der Flurbereinigung konnte erfolgreich auf Ackerbau umgestellt und damit der wirtschaftliche Ertrag erheblich gesteigert werden. Der Koog war bis 1974 selbstständige Gemeinde im Amt Bökingharde und wurde dann in die neu gebildete Gemeinde Galmsbüll eingemeindet.

Kraft 1977, Kunz/Panten 1999.