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Nordfrieslandlexikon
Krabbenkutter

Krabbenkutter (fer.: porenkoder; frasch: poornekuter; sölr. Hopkrābkuter) Mit der Einführung des Schleppnetzes 1865 und des motorisierten Krabbenkutters 1906 wurde der Garnelenfang professionell. In den 1950er-Jahren waren noch Holzboote von etwa 10 bis 13 Metern Länge gebräuchlich. Die heutigen Schiffe erreichen Ausmaße bis zu 20 Metern und kosten als Neubau rund 2,5 Millionen Mark. Motoren um die 300 PS, Echolot, Radar und Selbststeueranlagen sind die Regel, motorisierte Schüttelsiebe und ölgefeuerte Kessel selbstverständlich. In Zeiten geringer Erträge können die Kutter auch auf Seezungen-, Kabeljau- oder Schollenfang umgerüstet werden. Etwa 50 dieser Fahrzeuge haben in Nordfriesland ihre Heimat in den Häfen von Dagebüll, Hörnum/Sylt, Husum, List/Sylt, Nordstrand, Pellworm, Schlüttsiel, Tönning, Wittdün/Amrum und Wyk auf Föhr. Sie fangen jährlich um die 2.000 Tonnen Speisekrabben. In Zeiten geringer Erträge können die modernen Kutter auch auf Seezungen- oder Schollenfang umgerüstet werden.

Funke 1975, Seidel 1999, Spurgat 2016.