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Nordfrieslandlexikon
Geerkens, August

Geerkens, August * 14.2.1874 Schlapphörn/Eiderstedt, † 14.6.1964 Husum. Nach dem Examen als Diplomlandwirt 1898 in Jena war Geerkens kurzzeitig Lehrer an der landwirtschaftlichen Schule in Bredstedt, dann Assistent an der Landwirtschaftskammer in Oldenburg, Zuchtinspektor in Alzey/Rheinhessen und 1905 Direktor der Landwirtschaftskammer Oldenburg. 1911 übernahm er den elterlichen Hof Schlapphörn und begründete das Eiderstedter Heimatmuseum in Tönning sowie den Eiderstedter Heimat- und Geschichtsverein, später Heimatbund Landschaft Eiderstedt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er landwirtschaftlicher Sachverständiger für Banken und Mitglied des Stammesbeirats des Nordfriesischen Vereins. Er verfasste zahlreiche Aufsätze, Geschichten und hochdeutsche sowie plattdeutsche Schauspiele. Zu seinen Hauptwerken zählen „Zur Frage der Entstehung, Erschließung und Besiedlung des alten Landes Eiderstedt“ (1925), das Festspiel „Caspar Hoyer“ (1927), „Eiderstedt, mein Heimatland“ (1935) und „Geheimnisse der Toftinger Warft“ (1950).

Geerkens wurde 1947 von Goslar Carstens (1894–1978) für die Idee eines politisch unabhängigen Friesenvereins geworben. Im Juni des Jahres bezeichnete er sich als Mitglied eines Aktionsausschusses zur Bildung eines „Vereins für friesische Kultur und volkliche Geltung“, wie sein persönlicher Namensvorschlag lautete. Dazu hatte er bereits eine Denkschrift verfasst und von seinen Eiderstedter Kollegen absegnen lassen. Im Oktober des Jahres gehörte er zu den Gründern des Vereins Nordfriesisches Institut, dessen Beiratsmitglied er wurde.

Nordfriisk Instituut.