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Nordfrieslandlexikon
Reeder, Waldemar

Reeder, Waldemar * 25.1.1893, Poppenbüll, † 13.8.1950 Holmhof/Poppenbüll, Politiker. Der Sohn eines Landrats studierte Landwirtschaft in den Niederlanden und in Großbritannien und bewirtschaftete anschließend den elterlichen Hof in Poppenbüll. Im Zweiten Weltkrieg wurde er 1944 aus politischen Gründen im Rang eines Majors beurlaubt. 1945–50 war er Kreisbauernvorsteher in Eiderstedt. Er trug entscheidend dazu bei, dass nach der Kapitulation die Weidewirtschaft in Eiderstedt erhalten blieb. Ferner war Reeder Kreisrat, Kreisjägermeister und zweiter Vorsitzender des Südschleswigschen Wählerverbands (SSW). 1949 kam er in den Kreisausschuss, 1950 wurde er für den SSW in den Landtag gewählt, sechs Tage nach der Konstituierung verstarb er. Reeder gehörte wie August Geerkens (1874–1964) spätestens 1947 zu den Befürwortern eines unpolitischen friesischen Volks- und Kulturbundes. Seine Unterschrift steht unter einem entsprechenden Aufruf. Am 14. Juni 1948 gründete er mit anderen den Verein Nordfriesisches Institut und wurde zum zweiten Vorsitzenden gewählt.

Carstens 1950.