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Nordfrieslandlexikon
Nordfriesen-Wappen

Nordfriesen-Wappen Das Wappen mit Krone, Grütztopf und halbem Adler stammt aus den 1840er-Jahren. Die Krone bezeichnete ursprünglich die gewünschte Reichsunmittelbarkeit der Friesen in West- und Ostfriesland. Der Grütztopf war von den Erfindern des Wappens als Symbol für die Brüderlichkeit gedacht in dem Sinne, dass früher alle aus einem Topf aßen. Der halbe Adler repräsentiert die Freiheit, die den Friesen von deutschen Kaisern gewährt worden war. Später wurde im Zeichen der deutsch-dänischen Auseinandersetzung insbesondere der Grütztopf mit einer neuen Deutung belegt. Christian Peter Hansen (1803–1879) erfand die „Sage“, dass friesische Frauen Feinde – man dachte insbesondere an die Dänen – mit heißer Grütze in die Flucht schlugen, als die Kampfkraft ihrer Männer erlahmte.

Das Wappen des Kreises Nordfriesland mit seinen drei Schiffen im Stil des 16. Jahrhunderts symbolisiert die Dreiheit der einstigen Kreise Südtondern, Husum und Eiderstedt, die zu einer Einheit geworden ist. Die Schiffe selbst und die Zeichen in den Großsegeln – Pflugschar, Hering und Stierkopf – weisen auf traditionelle Wirtschaftsformen in Nordfriesland hin. Wie die Fahne sind diese Wappen in den nordfriesischen Farben Gold-Rot-Blau gehalten.

Panten 2001d.