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Nordfrieslandlexikon
Lachmöwe

Lachmöwe (fer.: suarthooded kub; frasch: wite föögel) Der häufigste Brutvogel des Wattenmeeres ist mit über 100.000 Paaren die Lachmöwe. Die Vögel brüten in Kolonien in den Dünen und Salzwiesen, um vor Fuchs und Dachs sicher zu sein. Während der Brutzeit verfärbt sich der Kopf dieser taubengroßen Möwe dunkelbraun. Der wissenschaftliche Artname Larus ridibundus bedeutet „lachende Möwe“, was durchaus auf das vielstimmige Geschrei in einer Möwenschar zurückgeführt werden kann. Nach anderer Auffassung weist die Bezeichnung Lachmöwe auf das Vorkommen der Vogelart an Lachen, Seen und Teichen hin. Wohl infolge der Zerstörung ihrer binnenländischen Brutplätze verbreitete sich der sehr lernfähige Vogel seit den 1950er-Jahren über die Inseln und Halligen.

Borcherding 2014, Fiedler 1992, Quedens 2009.