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Nordfrieslandlexikon
Hummer

Hummer (fer.: homer; frasch: humer; hal.: Hommer; sölr.: Humer; wied.: homer) Ein Hummer ist ein nachtaktiver Zehnfußkrebs mit zwei mächtigen, aber ungleich großen Scheren. Die etwas längere Greifschere und die massiver ausfallende Knackschere benutzt das Tier zur Jagd auf Fische oder Krebse. Der Europäische Hummer wird bis zu 50 Zentimeter lang und bis zu vier Kilogramm schwer. Er ist braun bis dunkelblau gefärbt; rot wird er erst durch Kochen. Sein einziges Revier in Deutschland befindet sich auf dem felsigen Meeresgrund rund um Helgoland. Hier wurden vor dem Zweiten Weltkrieg über 80 000 Tiere pro Saison gefangen, heute noch etwa 300 bis 400. Sie gehen an einheimische Restaurants. Inzwischen züchten Meeresbiologen der Biologischen Anstalt Helgoland (BAH) die Edelkrebse im Rahmen von Zucht- und Auswilderungsprogrammen, um sie vor dem Aussterben zu bewahren. Über die Gründe des Verschwindens wird spekuliert: Wissenschaftler nennen unter anderem die während des Krieges ins Wasser geratenen Munitionsgifte sowie die Verschmutzung der Elbe als mögliche Ursachen.

Nordfriisk Instituut.