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Nordfrieslandlexikon
Herrnhallig

Herrnhallig Die 540 Hektar große „des Fürsten und Herrn Hallig“ liegt zwischen Koldenbüttel und Schwabstedt. Sie wurde 1570 im Rahmen umfassender Schutzmaßnahmen für die Treeneniederung und zur Verbesserung ihrer Entwässerung eingedeicht. Dazu diente ein etwa 2,2 Kilometer langer Deich. Bei einer Grenzfestsetzung 1619 kam der östliche Teil zur Schwabstedter Kirche und nannte sich Schwabstedter Herrnhallig. Wie u. a. die Kirchenbücher aussagen, waren die ersten Bewohner der Herrnhallig westfriesische Einwanderer, die lange Zeit einen mehr oder minder verschwägerten Clan bildeten, der sich erst nach 1640 mit der einheimischen Bevölkerung zu vermischen begann. Bis 1867 war die Herrnhallig eine eigenständige Gemeinde, dann wurde sie Ortsteil von Koldenbüttel. Heute gibt es noch drei bewirtschaftete Höfe, als letzter Haubarg überlebte der Riesbüllhof.

Dau 1996, Kunz/Panten 1999, Panten/Porada/Steensen 2013.