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Nordfrieslandlexikon
Friesenfeste

Friesenfeste In den Jahren 1903 und 1905 waren Landwirte der nordfriesischen Inseln auf Sylt und Föhr zusammengekommen. Daraus entwickelten sich drei große „Friesenfeste“: 1907 auf Amrum, 1909 auf Sylt, 1913 auf Föhr. Zum ersten Mal versammelten sich Friesen der Inseln in größerer Zahl, um sich über gemeinsame Anliegen auszutauschen. Die Redner forderten zum Festhalten an der friesischen Sprache und Kultur auf, die als bedroht angesehen wurden. Eine treibende Kraft war der Sylter Friese Nann Mungard (1849–1935). An dem Friesenfest auf Föhr nahmen rund 3.500 Menschen teil, darunter auch Friesen aus den USA und Westfriesland. Den Höhepunkt bildete, in friesischer Sprache gehalten, „das eigenartige Schauspiel eines regelrechten alten friesischen Things“. Ein niederländischer Zeitgenosse sprach von einem „nicht unbedenklichen archaischen Streben“.

Steensen 1986.