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Nordfrieslandlexikon
Dagebüllerkoog

Dagebüllerkoog (fries.: Doogebelerkuuch) Die Abdämmung des Bottschlotter Tiefs 1633 brachte für die Hallig Dagebüll einen starken Landabbruch an der Südseite, aber auch bedeutenden Anwachs im Nordosten. Weiterer Landverlust wurde 1704 durch einen rund 11,5 Kilometer langen Deich verhindert. Er schützte etwa 555 Hektar Land. Durch die Bedeichung des Kleiseerkooges 1727 wurde Dagebüll schließlich landfest. Der 1778 eingedeichte Juliane-Marien-Koog im Süden und der 1798 gewonnene Marienkoog im Norden bildeten später auch den dringend benötigten Flankenschutz für die weit nach Westen vorspringende Halbinsel. Die Gemeinde Dagebüllerkoog änderte 1959 ihren Namen in Dagebüll.

Melfsen 1936.